Was macht eigentlich ein Auszubildender in der Generalistik zum Pflegefachmann?

Was macht eigentlich ein Auszubildender in der Generalistik zum Pflegefachmann?

Im dritten Gespräch der PNP-Interviewreihe „Was macht eigentlich ein(e)…?“ erzählt Herr Fabian Fiebig von seinem Alltag als Auszubildender in der Generalistik zum Pflegefachmann.

Fabian Fiebig
Mein Name ist Fabian Fiebig, ich bin 23 Jahre alt und befinde mich in der Ausbildung zum Pflegefachmann. Diese durchlaufe ich aktuell in der ambulanten Akut-Langzeitpflege in der MediVital Sozialstation in Bad Birnbach.

Mein Tagesablauf
5.50 Uhr: Ich beginne meine Arbeit mit dem Blick in das Übergabenbuch auf meinem Tourenhandy. Hier sehe ich, ob es wichtige Informationen gibt, die es bei den Patienten zu beachten gilt.
6.00 Uhr: Nun startet meine Tour, meist gemeinsam mit einer Pflegekraft oder der Praxisanleitung im Dienstauto zu den Patienten nach Hause. Vor Ort führe ich pflegerische Maßnahmen durch, wie zum Beispiel Blutzuckermessen, Insulininjektion, Medikamentengabe, Unterstützung bei der Körperpflege, Positionieren des Patienten, u.v.m. Gelegentlich fahre ich auch für die Patienten zum Arzt und hole ihnen Medikamentenrezepte oder Verordnungen ab. Alles was ich durchführe wird bei uns im Tourenhandy dokumentiert.
12.00 Uhr: Als nächstes fahre ich in die Station zurück, um das Essen zu holen, welches die Patienten bestellt haben.
13.00 Uhr: Zum Ende des Tages gebe ich alle Dokumente im Büro ab, die ich von den Patieten oder vom Arzt mitführe.

Besonders an der Arbeit gefällt mir, dass ich den Menschen, mit denen ich arbeite, ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Die Patienten freuen sich oft darauf, mir bei den Besuchen aus ihrer Vergangenheit erzählen zu können. Zum Beispiel davon, was sie gearbeitet haben und wie es ihren Kindern und Enkelkindern geht. Es gibt mir ein tolles Gefühl, wenn unser Team den Patienten unter die Arme greift, wenn sie gewisse Lebenssituationen nicht mehr alleine meistern können.

Wussten Sie eigentlich, dass man als Pflegefachmann/-frau eine enorme Auswahl an Berufsmöglichkeiten hat? Man kann wie ich in die ambulante Akut-Langzeitpflege, oder aber in den pädiatrischen Bereich, die stationäre Akutpflege oder die stationäre Langzeitpflege. Zusätzlich gibt es zahlreiche Fort- und Weiterbildungen, wie die Praxisanleitung, das Wundmanagement, die Intensivpflege oder die Stationsleitung. Ich persönlich möchte – nach ein paar Jahren Berufserfahrung – die Weiterbildung zum Praxisanleiter absolvieren. Mich motiviert die Vorstellung, Schülern zu zeigen, was eigentlich hinter dem Beruf Pflegefachmann steckt und was es dabei alles zu beachten gibt.

Bild: Auf Initiative von Sophia Freudenstein konnte ein weiterer Arbeitskreis mit Gesundheitsdienstleistern aus der Region gegründet werden. Zu Arbeitsgesprächen haben sich bereits zum dritten Mal die Mitglieder Dr. Stephanie Vogt (Pflegedirektorin der Rottal-Inn Kliniken), Christian Eder (stv. Schulleiter KWA), Bettina Plettl (Inhaberin der MediVital Sozialstation Bad Birnbach), Katrin Seiler (Vorständin Kreiscaritasverband Rottal-Inn), Herbert Wiedemann (Kreisgeschäftsführer BRK Rottal-Inn), Michael Schwartz (Pichlmayr Wohn- und Pflegeheime), Kerstin Tremmel (Praxiskoordinatorin Generalistische Pflegeausbildung) und Dr. Anton Wartner (Sprecher des Hausärztekreises Rottal-Inn) an einen Tisch gesetzt.